Standsicherheitsprüfgeräte für Grabsteine
es geht auch preiswert!

 

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Wenn man Elektronik-Techniker und  Software-Ingenieur ist und über 20 Jahre Erfahrung in der Kraftmesstechnik und Materialprüfung hat, dann kann man gute Gründe dafür nennen, wenn man sagt: "Wir bauen keine elektronischen Grabsteinprüfgeräte!".  

Sie werden lachen aber das erste Kraftmessgerät, das ich missbraucht habe, um ein Gefühl für die aufzubringenden 500 N für die Grabsteinprüfung 1997 verwendet habe, war ein elektronisches Handkraftmessgerät der Firma ERICHSEN in Wuppertal.

Damals habe ich mir fast ein Handgelenk gebrochen, weil der Krafteinleitungsbolzen zu lang war und das Druckstück einen viel zu kleinen Durchmesser hatte. Mann konnte somit sehr leicht seitlich wegknicken. Ergonomisch angebrachte Griffe hatte dieses Gerät natürlich auch nicht und auch keine Querkraftabstützung für das Krafteinleitungsteil. Dementsprechend konnte man damit -  bei diesem Einsatz -  auch nur "Hausnummern" messen.

Weiterhin zeigte sich bei den ersten Experimenten mit elektrischen Kraftaufnehmern für die Grabsteinprüfung, dass bei solchen Systemen auch der Messweg künstlich vergrößert werden müsste, um kinetische Effekte abzufangen. D.h. stoßartige Belastungen dürfen nicht zu unkalkulierbaren Kräften führen. Hier wäre also ein zusätzlicher Federweg zu integrieren gewesen.

Die schlechte Ablesbarkeit von Displays bei Sonneneinstrahlung, war ein weiterer Punkt, der nicht zu einem Prüfgerät passte, das auf freien Gelände, einem Friedhof, eingesetzt werden sollte.  

Da Kraftaufnehmer und Wägezellen schnell überlastet werden können, viel auch deshalb die Entscheidung gegen ein elektronisches System.

Wichtig für die Marktfähigkeit war natürlich auch, wie einfach die Handhabung ist und nicht zuletzt der Preis. 

All diese Gründe trugen dazu bei, den angeborenen männlichen Spieltrieb zu unterdrücken und ein Grabsteinprüfgerät zu entwickeln, das genau die Funktionen zur Verfügung stellt, die der Prüfer benötigt. Nicht mehr und auch nicht weniger!

Über 3500 verkaufte KIPP-TESTER zeigen, dass die Entscheidung für ein robustes preiswertes Grabsteinprüfgerät richtig war.

Und wenn ich dann sehe, wie der eine Erfinder bereits das dritte elektronische Prüfgerät - welches jetzt wenigstens vom weitem aussieht, wie ein KIPP-TESTER - an den Mann oder die Frau zu bringen versucht, dann muss ich schon etwas schmunzeln.

Oder wenn man verfolgt, wie ein anderer sein elektronisches Grabsteinprüfgerät einfach KIPP-TESTER nennt und mit einer Wägezelle für 50 kg ausrüstet. Man beachte 50 kg x 9,81 m/s² = 490,5 N und eben nicht 500 N! Wie war das noch gleich mit der Berechnung von Überlastreserven in der Kraftmesstechnik???
PISA lässt grüßen!

Ich denke, hier helfen wirklich nur klare Worte.
Und ich sage es noch einmal: "Wir bauen keine elektronischen Grabsteinprüfgeräte - wir bauen den KIPP-TESTER!"


Udo Peters

2. Oktober 2006


 

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